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Wie in fast allen Bereichen des Lebens, ist nichts mehr so, wie vor der Pandemie. Das Radsportjahr 2020 sollte beginnen und wurde durch Covid-19 und den entsprechenden Schutzbestimmungen gleich wieder eingebremst. Alle RTF (Radtourenfahrten) in NRW abgesagt, Einstellung des kompletten Vereinstrainings.

Es blieb lediglich die Möglichkeit, mit max. 2 Personen auf die Strecke zu gehen. Im Juni wurden die Bestimmungen wieder aufgeweicht und der RSC konnte wieder in Gruppen bis zu zehn Teilnehmern, später sogar bis zu dreißig Pedalisten fahren, wobei aber vereinsintern vorsichtshalber eine Splittung in Zehnergruppen vorgenommen wurde. Alles immer unter den gebotenen Vorsichtsmaßnahmen, welches das Land NRW vorschrieb.

Die Rennradgruppe konnte sogar zwei Vereinsfahrten durchführen (1 Woche Steiermark und 2-Tagesfahrt Minden). Dorothee Kottenstette gründete zeitgleich eine reine Frauengruppe, die einmal wöchentlich auf Rennrädern unterwegs war. Doch am 01. November musste, begründet durch den Teil-Lockdown, alles wieder auf Null gesetzt werden. Unserem Vereinsvorsitzenden Gerd Habrich blieb nichts anderes übrig, als alle Vereinsmitglieder über die komplette Einstellung des Trainingsbetriebs und auch der so beliebten Wochenendfahrten zu unterrichten. Betroffen auch die Mountainbiker, deren Saison erst richtig losgehen sollte. In den letzten Jahren fand in den Wintermonaten stets Gruppentraining auf Spinning-Rädern im Fitness-Studio statt. Auch das nicht möglich. Allenfalls auf der Rolle oder dem eigenen Spinning-Rad zu Haus.

Und nun kommt das "Virtuelle Radfahren" ins Spiel. Schon vor der Pandemie haben sich einige RSC-Mitglieder einen Smarttrainer angeschafft, mit dem man in den eigenen vier Wänden seinem Sport nachgehen konnte. Dazu benötigt man z.B. zusätzlich einen Computer, Monitor, Rad und eine stabile Internetverbindung. Mittlerweile trainieren 26 RSC-ler mit diesen Geräten. Neben den Fahrten, zusammen mit Radsportlern aus der ganzen Welt, macht es sehr viel Spaß, auch mit den RSC-lern in organisierten Gruppen gemeinsam zu fahren oder gar im Rennen gegeneinander anzutreten. In der Gruppe können gemeinsame Fahrten durch Städte wie London, New York, Richmond, Innsbruck usw. durchgeführt werden. Die Strecken werden innerhalb der verschiedenen Programme, welche nicht alle kostenpflichtig sind, sehr realistisch dargestellt. Eine Vielfalt von ausgearbeiteten Trainingsangeboten, Workouts usw. wird ebenfalls angeboten. Belastungsgrad, Steigungen, Tempo, Abfahrten usw,, alles ziemlich realistisch dargestellt. Idealerweise ist auch Windschattenfahren möglich (Spezialität des Berichterstatters).

Selbstverständlich ersetzt das Training in einem Raum nicht das Fahren an der frischen Luft.

Doch auch ohne Corona spielt die Wetterunabhängigkeit eine große Rolle, vor allen Dingen in der Winterzeit oder bei starkem Regenwetter. Der RSC-Rietberg geht also, wenn auch zur Zeit der Pandemie geschuldet, mit der Zeit und hofft natürlich, dass die kommende Radsportsaison 2021 unter zumindest halbwegs normalen Bedingungen wieder prioritär auf der Straße stattfinden kann, ebenso beispielsweise RTF oder andere Radsportveranstaltungen wieder möglich sind.

Über allem steht natürlich die Überwindung der Pandemie und die Erhaltung der Gesundheit.
04.12.2020

Bilder: Katharina Lustgarten während des virtuellen Trainings und zwei Screenshots vom Gruppentraining

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