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Besser könnte die Überschrift eigentlich nicht sein. Dieser Radklassiker wurde schon immer als einer der schwersten seiner Art in Europa bezeichnet aber in diesem Jahr sollte es eine wahre Tortur werden. 4.023 Teilnehmer/-innen aus 32 Nationen hatten sich für die 40. Ausgabe in diesem Jahr angemeldet.

2.751 waren davon am Start (darunter unsere acht RSC-ler, die im Vorbericht bereits erwähnt wurden), der Rest hatte es vorgezogen, wegen der winterlichen Wetterprognosen erst gar nicht anzureisen.

Durch den Felssturz zwischen Oetzerau und Ochsengarten musste in diesem Jahr eine Umleitung am Küthei gefahren werden. Das heißt, die Streckenlänge erweiterte sich von 238 auf 248 Kilometer und anstatt 5.500 standen 5.750 Höhenmeter auf der Anforderungsliste.

Für Ralf Reinkemeier (61) war in diesem Jahr sage und schreibe sein 9. "Ötzi" und stellvertetend für alle anderen RSC-Teilnehmer berichtete er vom härtesten Kampf seines Lebens auf dem Rad und "Ralle" hat schon viele knallharte Touren auf seinem Konto.

Wie angekündigt ging es bei 5° Grad aber trocken auf die Strecke. Das Problem war weniger das Wetter, sondern die Umleitung über den Haiminger Berg auf das Kühtai. Normalerweise kämpft man dort gegen 5 bis 9% Steigung. Aber beim Haiminger Berg fährt man 9 km fast konstant mit 11% Steigung (Spitzen bis 20%) bis Ochsengarten und dann weiter auf's Kühtai. Die meisten Fahrer waren somit schon beim 1. Berg im roten Bereich und das rächte sich dann am Timmelsjoch oder schon vorher. Man sagte, dass durch die Umleitung die Fahrzeit um ca. 1 bis 1.5 Std. verlängert wurde. Wider der Vorhersage war bis zur Timmelsjoch-Labestation alles trocken und ideal. Im Timmelsjoch-Anstieg war der einsetzende Regen nicht so schlimm. Aber als wir durch den Tunnel kamen, erwartete uns heftiger Schneeregen und Nebel bei 1° Grad, so Ralf. Wo man früher im Zielbereich Sölden durch viele Zuschauer und Radsportfans jubelnd begrüßt wurde, gähnende Leere. Ralf kam mit Marc Hornemann (RSC), welchen er am Timmelsjoch zufällig getroffen hatte, dann sehr unterkühlt und total abgekämpft an. Folglich ging es auf schnellstem Weg unter die heiße Dusche, die dann nach 20 Minuten seine Körperkerntemperatur wieder normalisierte.
Auf Finisher-Zeiten aller RSC-Fahrer wird an dieser Stelle gänzlich verzichtet, da sie auch keinen Bezug auf die Strecke haben, die normal gefahren wird. Wichtig ist, dass Ralf und seine Vereinskollegen wieder gesund heimgekehrt sind.
31.08.2021

 

 

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