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Sechs RSC-Rennradler haben am diesjährigen Ötztaler-Radmarathon teilgenommen und sind allesamt am Ende in die Wertung gekommen. Dass die 238 Kilometer bei 5.500 Höhenmetern ein harter Brocken sind, weiß jeder, der schon einmal an dieser Veranstaltung teilgenommen hat.

Anja Diekhans, Helmut Küthe, Ralf Reinkemeier, Thomas Snella, Gerd Habrich und Norbert Bunse hatten den Weg nach Sölden in Österreich angetreten. Die vier Erstgenannten hatten bereits Erfahrung beim "Ötzi".

Die Vorwoche war schönstes August-Wetter und gerade zum Veranstaltungstag am 26.08.2012 sollte das Wetter umschlagen. Düstere Aussichten auch am Vorabend, als uns in der Söldener Freizeit-Arena das voraussichtliche Wetter vorgestellt wurde. Auf dem Fußweg in die Hotels, welche hoch am Berg lagen, bekamen wir schon den ersten Vorgeschmack. Es regnete wie aus Kübeln und Anja trieb uns den Berg hoch, als hätten wir den kommenden Tag noch nichts vor.

Am anderen Morgen um 06:15 Uhr in der Startaufstellung, sah das Wetter doch nicht so aus, wie angesagt. Ca. 7° Celsius und weitgehend trocken. Der Ansager verkündete über Lautsprecher 4.500 Starter von 19.000 Startplatzbewerbern. Nach einem Böllerschuss setzte sich die Karawane in Gang und ging anschließend mit einer relativ hohen Geschwindigkeit ca. 35 Kilometer bis zur ersten Steigung. Der Küthei  war einer von vier Bergen, welcher bei teilweise 18% Anstieg bezwungen werden musste. Hier trennte sich schon die Spreu vom Weizen und das Feld wurde auseinandergezogen. Nicht so steil, der anschließende Brennerpass aber lang. Nach eine tollen Abfahrt folgte der Jaufenpass. Kein Zentimeter waagerechte Strecke, nur Anstieg. Essen während der Fahrt nur mit Schwierigkeiten. Oben angekommen, erlebten die etwas Späteren ein Gewitter und Regen, was die Abfahrt auf der doch schlechten, geschlängelten, Straße ziemlich schwierig machte.

Nach 183 Kilometern, der letzte Berg. Das Timmelsjoch. 2500 Meter hoch, ca. 29 Kilometer Anstieg. Die letzten Kilometer bis zur Passhöhe natürlich eine Qual. Das Ding wollte nicht enden. Die schnellen Fahrer konnten der niedrigen Temperatur am Gipfel noch einigermaßen ausweichen. Gegen 19:00 Uhr fiel die Temperatur auf 1,4° Grad. Starke, sehr kalte Windböen kamen dazu, die einen bald vom Rad warfen. Die Abfahrt nach Sölden daher kein Zuckerschlecken.

Anja  hatte am Ende wieder eine Zeit hingelegt, welche ihr den 8. Platz in der Gesamtwertung der Frauen einbrachte. 9:47:26 Stunden. Eine Super-Leistung. Ralf, der erfahrenste Ötzi-Fahrer, kam nach 11:23:06 Stunden ins Ziel. Helmut Küthe erlebte wohl seinen dritten Frühling und haute mit seinen 59 Jahren eine Zeit von 11:24:27 Stunden raus. Thomas war etwas gehandicapt, da er sein gewohntes Rennrad wegen eines Schadens nicht mitnehmen konnte und auf sein Cross-Rennrad umsteigen musste. Seine Zeit: 11:41:00 Stunden. Gerd erledigte seine erste Ötzi-Teilnahme in 12:23:18 Stunden, starke Premiere. Norbert (meine Wenigkeit) hat die 2. Hälfte des Timmelsjoch-Anstiegs schwer zu schaffen gemacht aber dennoch mit 13:08:44 Stunden  in der Wertung geblieben. Eigene Zielsetzung geschafft.

Insgesamt 3.579 Finisher erreichten schließlich das Ziel.

Im Ziel war jeder erleichtert, die Strapazen überwunden und vor allen Dingen das Ganze unfallfrei überstanden zu haben. Sehr zufriedene Gesichter, was die Zeiten angeht.

Bei Antritt der Rückfahrt am Montagmorgen, schönstes Wetter, keine Wolke am Himmel.

nb

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